Lampropeltis holbrooki

DIE GESPRENKELTE KETTENNATTER (STEJNEGER 1902)

Speckled pattern
Quelle: http://cnah.org/pdf_files/1302.pdf

Lampropeltis holbrooki, oder wie sie in Amerika auch liebevoll genannt wird – Salt´n Pepper-Kingsnake (Salz und Pfeffer-Königsnatter) – zählt zu den wohl am seltensten gehaltenen Kettennattern in deutschen Terrarien. Diese wunderschönen Tiere sind nur sehr selten auf Börsen zu bekommen. Auch ist mir bis Dato kein deutscher Züchter dieser Schlangen bekannt, der regelmäßig Nachzuchten anbietet. Eigentlich schade, bedenkt man, dass allein diese Art drei verschiedene, natürlich vorkommende Zeichnungsvarianten vorweisen kann.

L. holbrooki erreicht eine Länge von 90 – 122 cm und eine Maximalgröße von 183 cm (CONANT & COLLINS 1998). Die Ventralschuppen sind bei beiden Geschlechtern mit 197 – 222 Stück gleich ausgeprägt. Die Dorsalschuppenreihen belaufen sich auf 19 – 25 (BLANEY 1977). Die Männchen weisen 46 – 59 Subcaudalia auf, die Weibchen 37 – 51 (BLANCHARD 1921; BLANEY 1977). Durch die taxonomische Neueingliederung von PYRON & BURBRINK (2009) wurde die Verbreitung der Tiere neu untersucht, worauf man feststellte, dass man den Mississippi-River als natürliche Trennlinie zwischen L. holbrooki und L. niger sehen muss, wobei L. holbrooki auch hier in zwei Vorkommen unterteilt wird. So ergibt sich nun eine geographische Verbreitung westlich des Mississippi von Iowa und Nebraska im Norden bis zur Golfküste und weiter westlich nach Texas. Die genaue westliche Verbreitung der Tiere ist bislang noch nicht genau geklärt, allerdings vermutet man, dass sich das natürliche Vorkommen bis zum Rio Grande erstreckt.

Desert Intergrade
Quelle: http://cnah.org/pdf_files/1302.pdf

Wie fast alle Kettennattern-Arten hat auch L. holbrooki eine dunkelbraune bis schwarze Grundfärbung. Diese ist mit unzähligen hellen (gelben oder stellenweise auch weißen) Punkten übersät. Die Punkte befinden sich i.d.R. alle jeweils auf einer Schuppe, durch das sie in sehr seltenen Fällen (und wohl auch geographisch abhängig) eine geringe Querbänderung bilden.

Durch ihr Vorkommen in gemäßigten Mischwäldern sollten die Tiere prinzipiell tagaktiv sein, auch durch Mitteilungen anderer Halter wurde mir dies bestätigt. Allerdings scheint mein Exemplar hier eine Ausnahme zu bilden. Sie ist ohne Ausnahme nur Nachts zu sehen und somit fällt auch die Fütterung auf die nächtlichen Stunden, was natürlich einen etwas erhöhten Zeitaufwand mit sich bringt.

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