Lampropeltis californiae

DIE KALIFORNISCHE KETTENNATTER (BLAINVILLE 1835)

L. californiae
Foto: D. Renner

Die kalifornische Kettennatter zählt wohl zu den beliebtesten Terrarienbewohnern unter den Kettennattern. Seit Jahren hält sie Einzug in die Wohnzimmer der Schlangenliebhaber – gilt sie auch als sehr einfach zu haltende Schlange, die einem auch kleinere Fehler ohne Probleme verzeiht.

Die Verbreitung dieser Tiere verläuft von Nevada, Nord-Oregon bis Süd-Utah, den Südosten Colorados, Arizona und Kalifornien bis in den Süden nach Mexiko, wo sie in den Staaten Sonora, Baja Sur und Baja California zu finden ist. Auf der Halbinsel wurden ebenso Vorkommen gesichtet, die sich aber farblich und zeichnungstechnisch zu ihren Verwandten aus dem Norden unterscheiden. Die gestreiften als auch geringelten Exemplare von Baja California wurden bis 2009 unter dem Synonym „conjuncta“ (COPE 1861) und „nitida“ (VAN DENBURGH 1895) geführt, obwohl diese Bezeichnungen bei Wissenschaftlern als umstritten galten. Die Tiere dieser Lokalität wiesen zudem eine starken Neigung zum Melanismus auf, der sich nur durch einen weißen Vertrebalstreifen absetzte.

Die Tiere erreichen eine Größe von 76 – 122 cm, als Maximallänge werden ~200 cm angegeben (STEBBINS 2003). Sie besitzt 213 – 255 Ventralia, 46 – 63 (Männchen) und 44 – 57 (Weibchen) Subcaudalia (BLAINEY 1977), 23 – 25 Dorsalschuppenreihen und eine nicht geteilte Analschuppe.

"Striped" & "banded"
Foto: D. Renner

Je nach ihrer Verbreitung haben die Tiere eine dunkelbraune bis schwarze Grundfarbe mit 21 – 44 weißen Querbänderungen. Auch Exemplare mit leicht gelber Bänderungen wurden schon gesichtet und sind auch in deutschen Terrarien zu finden. Entlang der Pazifikküste von Los Angeles nach San Diego ist die „striped„-Variante zu finden. Diese zeichnet sich durch eine ebenfalls dunkle Grundfarbe aus, hat aber im Gegensatz zu den gebänderten Tieren lediglich einen, vom Genick bis zum Schwanz durchgezogenen weißen Dorsalstreifen.

DIE SCHWARZE MEXIKO-KETTENATTER (ZWEIFEL & NORRIS 1955)

Auch wenn sie offiziell nicht mehr als eigenständige Unterart existiert, möchte ich trotzdem etwas näher auf Lampropeltis g. nigrita eingehen, damit auch Halter dieser besonderen Schlange nähere Infos zu diesem Tier erlangen. Die Exemplare aus den mexikanischen Staaten Sonora und Sinaloa zählten früher zur dieser Unterart. Die gesammelten Jungtiere als auch die Adultis zeigten nur schwarze Farbpigmente und

Schön zu erkennen - die weißen Lateralia
Foto: D. Renner

keinerlei Zeichnung (BLANEY 1977; STEBBINS 2003). Gelegentlich kann allerdings die komplett schwarze Grundfarbe durch vereinzelte gelbe oder weiße Schuppen in der Kopf- und Halsregion unterbrochen werden.  Aufgrund ihrer Überschneidung der Verbreitungsgebiete wurden Lampropeltis g. californiae und Lampropeltis g. nigrita durch PYRON UND BURBINK (2009) zusammen gefasst und in den Artstatus erhoben.

Für mich allerdings nicht ganz verständlich, unterscheiden sich die Tiere doch zusehens im Verhalten als auch, durch die große Verbreitung, im Aussehen.

Ehemals L. g. nigrita
Foto: D. Renner

Während L. g. californiae überwiegend tagaktiv ist und gerade in der Morgen- und Nachmittagszeit ihre höchste Aktivitätsform aufweist, sind L. g. nigrita aus Mexiko überwiegend nachtaktiv. Dies zeigt sich auch im Terrarium wieder. Während ich meine californiae ganztägig zu Gesicht bekomme, lässt sich bei meinen nigritas tagsüber nur vermuten, dass in diesen Terrarien Tiere wohnen.

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Ein Gedanke zu „Lampropeltis californiae

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