Überwinterung

RICHTIG ÜBERWINTERN

Das ganze Jahr über sind unsere Tiere aktiv und gesund. Nur wollen wir ja, dass dies auch so bleibt. Um dies weiterhin gewährleisten zu können, müssen die Tiere überwintert werden. Es wird leider oftmals behauptet, eine Überwinterung sei nicht von Nöten, hat man keine Zuchtgedanken. Ich muss dies allerdings widerlegen. Auch Tiere, mit denen nicht gezüchtet wird, sollten in die Winterruhe geschickt werden.

Dies hat den Grund, dass die Tiere einfach fitter und agiler sind. Zudem schadet es den Tieren auch in keinster Weise. Oftmals bekomme ich auch zu hören, man solle keine Neonaten oder juvenile Tiere überwintern, da sie die niedrigen Temperaturen oftmals nicht überstehen würden. Auch hier muss ich diese Behauptung anfechten. Ein gesundes Tier, ganz gleich wie alt es ist, wird eine richtig durchgeführte Überwinterung ohne Probleme überstehen. So kann man auch sehr junge Tiere ohne Bedenken für längere Zeit in den Keller/Kühlschrank stellen, ohne dabei Angst haben zu müssen.

Überwinterungsbox von L. californiae
Foto: D. Renner

Allerdings zählt hierzu, dass man einige Faktoren beachtet. Wie zuvor schon erwähnt, darf ein Tier nicht parasitär befallen oder anderweitig erkrankt sein. Um dies abzuklären empfiehlt es sich, einige Wochen vor der Überwinterung Kotproben an den örtlichen Tierarzt zu senden, der diese dann auf Parasiten untersucht. Auch kann es nicht schaden, mit den Tieren beim reptilienkundigen Veterinär vorstellig zu werden, um die Tiere rundum durchchecken zu lassen.  Gerade für Einsteiger und Anfänger ist diese Option wohl die beste, da viele noch sehr unsicher mit ihren Sprösslingen sind und oftmals Symptome nicht richtig oder zu spät erkennen. Dies kann im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres während der Winterruhe führen.

Nun kommt es auch auf den richtigen Standort für die Überwinterung an. Ich persönlich habe den Vorteil, einen kühlen Keller zu diesem Zweck benutzen zu können. Hier hab ich im Winter Temperaturen von 6° – max. 11°. Diese Werte sind ideal für das Wohlbefinden der Tiere. Hat man keinen Keller zur Verfügung, kann man eine kühle Stelle in der Wohnung suchen (hierzu bietet sich meist das Schlafzimmer an) oder man besorgt sich einen ausrangierten Kühlschrank, der zu diesem Zweck umgebaut wird. Hierzu gibt es vielerlei Umbauanleitungen im Netz.

Umbaumaßnahme
Foto: D. Renner

Als Überwinterungsbehälter benutze ich große Boxen aus dem Baumarkt, die nach geringen Umbaumaßnahmen für einen guten Luftaustausch sorgen und somit die Temperatur auf natürlichem Wege herunterziehen. Trockenes Laub, ein bisschen Walderde, ein Wasserbehälter und ein paar Versteckmöglichkeiten sind ausreichend, um den Tieren während ihrer Ruhephase alles zu bieten was von Nöten ist. Der Wasserbehälter wird alle  4 – 5 Tage kontrolliert ob er zugeschüttet oder gar umgekippt wurde. Zeitgleich kann man das Wasser auch erneuern.

Überwintert wird bei mir von Mitte Oktober bis Mitte Februar. Hierbei werden die Temperaturen im Herbst langsam gesenkt, indem zuerst einige Wochen zuvor die Beleuchtung auf einen Zeitraum von mehreren Tagen stündlich gesenkt wird. Ca. 1 Woche vor der eigentlichen Überwinterung wird das Licht komplett ausgeschaltet. Die Tiere werden nun auch merklich ruhiger. Im Frühjahr wird die selbe Prozedur in umgekehrter Reihenfolge gehandhabt.

Beachtet man diese wenigen Dinge, trägt die Winterruhe maßgeblich zum Wohlbefinden der Tiere bei.

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