Lampropeltis splendida

DIE WÜSTEN-KETTENNATTER (BAIRD & GIRARD 1853)

Foto: D. Renner

Diese Art der Kettennatter wird mittlerweile immer häufiger vorgefunden. Bis vor einigen Jahren galt sie allerdings noch als Sonderling und wurde kaum nachgezogen, was ich bislang nicht nachvollziehen kann.

Diese mittelgroße Königsnatter besiedelt hauptsächlich Wüstengebiete im Zentrum Nordamerikas. Sie ist im Westen von Texas, südöstlich in Arizona, nördlich in New Mexiko im Rio Grande Valley und südlich der Mexikanischen Hochebene beheimatet. Allerdings verzeichneten PYRON & BURBRINK (2009c) im Norden Arizonas ein geeignetes Habitat für L. splendida, welches geographisch gesehen an das Verbreitungsgebiet von L. californiae grenzt. Allerdings scheint dieses Gebiet für Tiere der L. californiae-Abstammung weniger geeignet zu sein. Noch ist unklar, zu welcher Art diese Tiere nun gezählt werden können. Vermutlich entstanden in einem schmalen Gebiet in Süd-Arizona und Südwesten New Mexico´s Hybriden dieser zwei Arten. Durch ihr sehr zentral gelegenes Verbreitungsgebiet lebt die Wüsten-Kettennatter überwiegend zurückgezogen und ist daher meist nur Nachts zu sehen, wenn die Grundtemperaturen auf erträglichere Werte absinken.

"Desert Pattern" - sehr hoher Gelbanteil
Foto: Chr. Guerr

Mit 90 – 114 cm im Durchschnitt zählt sie schon zu den größeren Lampropelten. Als größte je gemessene Länge werden 152 cm angegeben (CONANT & COLLINS 1998). Die Männchen besitzen 199 – 227 Ventralia und 45 – 62 Subcaudalia, die Weibchen hingegen 203 – 237 Ventralia und 40 – 52 Subcaudalia. In der Zeichnung unterscheiden sich die Tiere maßstäblich von den anderen Kettennattern. Die typische Grundfarbe ist auch hier Dunkelbraun bis Schwarz mit einer großen Anzahl an gelben Dorsolateralschuppen. Die dorsale Fleck- oder Sattelzeichnung ist meist Schwarz oder Braun und  beträgt i.d.R. 42 – 97 Zählungen. Der Kopf ist meist Lackschwarz gehalten. Bei L. splendida gibt es allerdings zwei Zeichnungsvarianten. Während die „Desert pattern“ einen sehr hohem Gelbanteil aufweisen, haben die „Dark pattern“ nur eine geringe Dorsalfärbung.

Eigtl. "Desert pattern" mit abnehmender Gelbfärbung
Foto: D. Renner

Eines meiner Tiere, welches ich mit einem hohen Gelbanteil erworben hab, hat in den letzten 1 1/2 Jahren fast die komplette Dorsalfärbung verloren und zeigt nun ein fast komplett schwarzes Bild. Nach mündlichen Mitteilungen anderer Halter ist diese Umfärbung bislang unbekannt und es bleibt abzuwarten, wie sich das Tier noch weiter entwickelt.

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